Regionalliga

 TV Rheinbach – Tusem II 24:23 (11:8). Die Zweitvertretung des Tusem ist in der Realität angekommen. Nach einem überzeugenden Saisonstart mit 7:1 Punkten wartet die Reserve des Zweitligisten im dritten Spiel in Serie auf einen Sieg. Als Tabellenvierter hinter Opladen, Korschenbroich und Rheinbach liegt das Team in einem dichten Mittelfeld und steht damit am kommenden Sonntag gegen den Mittelrhein-Vertreter Bonn unter Zugzwang.

Trainer Nelson Weisz war erneut nur mit den ersten 30 Minuten zufrieden: „Aufgrund einer überragenden Deckung bekommen wir nur zwölf Würfe auf unser Tor. Wir verpassen es jedoch uns abzusetzen und lassen gegen unseren Torwart Elias Hoven zu viele Großchancen liegen. Nach dem Wechsel kann die Defensive nicht mehr an die starke Leistung anknüpfen.“

Rheinbach hatte den besseren Start und ging mit 2:0 in Führung. Es dauerte bis zur 7. Minute ehe die Rückraumspieler Jordi Weisz und Tim Koenemann mit ihren Treffern für den Ausgleich sorgten. Das Spiel wurde ausgeglichen. Nach dem 5:5 (15.) brachten Marcel Daamen und Jordi Weisz für die 7:5-Führung (17.). Die Gäste hatten nun Vorteile, setzten sich auf 11:7 ab und behaupteten den Drei-Tore-Vorsprung bis zum 15:12 (35.). Rheinbach kämpfte sich wieder heran und drehte in der spannenden Schlussphase nach dem 22:23 das Spiel durch Rene Loenebach und Timm Schwolow.

Ärgerlich für Nelson Weisz: „In letzten 20 Sekunden haben wir mit sieben Feldspielern eine klare Chance am Kreis. Die Schiedsrichter verwehren uns jedoch den Siebenmeter. Der direkte Freiwurf blieb in der TVR-Deckung hängen.“

Tusem: Solbach, L. Stumpf,  Reidegeld, Daamen (3), Schmidt (4), Enges (1), Sayin (2), Schenderlein, M. Stumpf, J. Weisz (3), Telohe (5), Kraus (2), Koenemann (3).

Verbandsliga

SG Überruhr – TV Ratingen 29:25 (15:9). Überruhr befindet sich weiter auf Erfolgskurs. Der Oberliga-Absteiger verpasste jedoch einen deutlicheren Sieg. Beim 21:13 in der 40. Minute schien alles klar zu sein. Doch der Gast aus Ratingen gab nicht auf und kämpfte sich auf 23:20 heran. Dann waren es Florian Lepper und Nico Birkenstock (2), die mit einem erneuten 3:0-Lauf die SGÜ endgültig auf die Siegerstraße brachten.

Trainer Sebastian Vogeil zeigte sich vor allem von den ersten 40 Minuten seines Teams beeindruckt: „Wir haben eine gute, offensive Deckung gestellt. Auch das Tempospiel hat mir in diesem Zeitraum sehr gut gefallen“.

Vor allem der starke Thomas Eller wusste immer wieder in der ersten oder zweiten Welle zu überzeugen und war mit 9 Treffern maßgeblich am Heimsieg über den TVR beteiligt. Mit Platz 6 hat die SGÜ wieder Anschluss zum oberen Tabellendrittel.

Tore: Eller (9), Sieberin, Pötter (je 4), Lepper (3), Gregory, Birkenstock, Kürten (je 2), Thomas, Krüger, Vetterlein.

Kettwiger SV – TuS Lintorf 18:28

Nach fünf Siegen kassierten die Kettwiger die erste Niederlage. In der Deutlichkeit gegen den Tabellenvierten  allerdings auch für Christian Röckmann überraschend: „Wir liefen 60 Minuten lang den starken Lintorfern hinterher. Im Angriff fanden wir kaum Lösungen gegen die sichere Deckung der Gäste. Jetzt müssen wir in dieser Woche in den drei Einheiten aufarbeiten, um am Samstag gegen den Aufsteiger TB Wülfrath wieder in die Erfolgsspur zu finden.“

ETB – TB Wülfrath 23:27 (11:15). Durch den überraschenden Sieg des HSV Dümpten gegen die MTG liegen die Schwarz-Weißen mit sechs Niederlagen allein am Tabellenende. Coach Michael Köberle müssten kurzfristig auf Niko Falke und Max Jetter verzichten.  Nach einem schwachen Start lagen die Essener mit  1:6  (7.) hinten, lagen beim 8:9 aber wieder auf Schlagdistanz. Sie kämpften sich nach dem 11:15 erneut heran. Fazit vom sechsfachen Torschützen Lars Dressler: „Wir haben uns leider für eine starke Leistung nicht belohnt, weil wir zu viele klare Chancen vergeben haben.“ Weiter für den ETB: Doering 4, Kuth, Ulrich (je 3), Offermann, Geissler, Simon (je 2), Vogt.

HSV Dümpten 1992 – MTG Horst 25:24 (13:10). Für den MTG-Sprecher  Carsten Stepping war es die nächste bittere Ein-Tore-Niederlage: „Wir mussten ohne TW Björn Heißenberg, Maximilian Hebenstreit, Moritz Fink, Malte Klingenberger und Felix Bajorat antreten, dafür haben Dominik Frings und Jens Stratmann aus der Zweiten ausgeholfen. Dazu haben wir acht – teilweise zweifelhafte – Zeitstrafen kassiert. Dümpten setzte sich nach dem 7:7 über 13:8 (24.) auf 18:12 (35.) ab. Der Knackpunkt war erneut die schlechte Chancenverwertung. Danach steigerten sich die Horster, glichen zum 22:22 und 24:24 aus, kassierte jedoch mit dem Schlusspfiff den entscheidenden Treffer. Entsprechend frustriert war Trainer Maik Paulus. Tore: Griese (9); Delsing (6), Syperek (4), Reketat, Deckwitz (je 2), Kurowski.

Landesliga

TV Cronenberg – SG TuRa/Altendorf 18:17 (11:6). TVC-Trainer Lars Francke atmete beim Schlusspfiff tief durch: „Torwart Nick Nösler hat den letzten Wurf gehalten und damit unseren Sieg gesichert. Das Zittern haben wir uns aufgrund der erneut schwachen zweiten Halbzeit selbst zuzuschreiben. Wir laden Tura dazu ein, ins Spiel zurückzukommen. Uns fehlt  offensichtlich ein Lerneffekt.“ Nach einem 16:17-Rückstand drehte Benjamin Mais und Jan Kullik in den Schlussminuten noch das Spiel.

Tore TVC: Mais, Immel (je 5), Kullik (3), Busley (2), Neuburg, Krugmann, Sudheimer; SG: Lutz, Wodetzki (je 4), Griese (3), Ende, Glöckler (je 2), Wienholt, Dombik.

TV Angermund II – DJK Altendorf 09 26:26 (13:12).Der Aufwärtstrend der Altendorfer hält an. Das Team von Coach Dorian Schröter liegt aber nach dem überraschenden Punktgewinn weiter am Tabellenende. Nach einem verschlafenen Start erzwangen die Gäste gegen den Tabellenzweiten einen Kampf auf Augenhöhe, führten kurz vor dem Ende mit zwei Toren, gerieten aber erneut in Rückstand. Recep Koraman sorgte mit dem Schlusspfiff mit seinem Treffer für den Endstand.Tore: Röser (7), Godde (6), Wickhorst, Koraman (je3), Wattenberg, Schröter, Ressing (je2), Fischenich.

HSG Gerresheim 04 – DJK GW Werden 27:26  (12:13). Teamchef Kostas Avramidis sah eine hart umkämpfte Begegnung: „Wir haben in den entscheidenden Situationen des Spiels im Angriff zu viele Fehler gemacht. unkonzentrierte Kreisanspiele und überhastete Aktionen führten zu unnötigen Punktverlusten. Mit den Verletzungen von Hebmüller und Holtmann war es ein gebrauchter Tag. Tore: Mallach, Jachens (je 7), Hebmüller (4), Vollmer, Pfeffer, Rademacher, Shawesh (je 2).

SG Überruhr II – TV Ratingen II 22:31 (15:15). Trainer Daniel Lichtenstein war mit dem Auftritt seiner Mannschaft in der Schlussphase gar nicht zufrieden: „Wir haben beim 21:22 (51.) zwei Siebenmeter und und zahlreiche weitere gute Chancen vergeben.“

Tore SGÜ: van der Heuvel (7), F. Reimann (5), Siepmann, Tholen, Steinhauer (je 2), Hünselar, Rotthaeuser, M. Reimann, Enigk.

Kettwiger SV II – TuS Lintorf II 22:23.

Bezirksliga

DJK Winfried Huttrop – HSG am Hallo  15:28 (3:14). Die HSG liegt nach dem Erfolg im Spitzenspieler weiter auf Aufstiegskurs. Für den Trainer Oliver Wysk war es eine Top-Leistung: „Besonders in der ersten Halbzeit waren wir fast fehlerfrei.   Meine taktischen Vorgaben wurden perfekt umgesetzt und wir hatten durch eine starke Deckung sehr guten Zugriff auf das Spiel. Torwart „Seppel“ Risse hatte wenig Probleme mit den Huttroper Würfen aus dem Rückraum und legte in dieser Phase auch einige Tempogegenstöße auf,  die insbesondere durch Younes Ait Harma sicher verwandeln wurden. In der 2. Halbzeit haben wir dann einen Gang herunter geschaltet. Tore Huttrop: Stempel (4), Nowotny, Hesseling (je 2), Gollan, Sikorski, Bohnau, Heermann, Ruhe, Otto, Hüttemann. Tore HSG: Ait Harma, Basholli, Schneider (je 5), Potocki (4), Beyer (3), Karalic, Risse, Jenzowski, Kleinefeld, Mühlen, Müller.

 MTG Horst II – DJK Altendorf 09 II  25:23 (15:11). Die MTG bleibt weiter ungeschlagen der direkte Konkurrent für die HSG Hallo. Tore MTG: Heiming (7), Gerling (5), Grolms, Frings (je 4), Hegemann, Kosmala (je 2), Groß. Tore Alt.: Schneider (7), Temmesfeld (6), Koziel (3), Hox, Roeser, Georgescu (je2), Lange.

SG Altendorf/R – HSG am Hallo II  24:30 (11:14). Tore SG1: Wickhorst (7), Veutgen, Stennes (je 3), Widera, Hungerhoff, Backes, Axer, Wolff (je 2), Leuker. Tore HSG: Pantel, Pohl (je 8), F. Reiners, Al Mjadami (je 5), Flinkmann (2), Sustersic, M.Reiners.

SuS Haarzopf – SC Phönix  32:24 (17:10). Tore Haarz.: F.Liedtke (7), Kluczynski (6), S.Liedtke, Rollmann (je 5), Riemer (3), Bretz, Neff (je 2), Weske, Lohr. Tore Phö.: Schluessler (6), Zimmermann, Heckner, M.Berlik (je 3), Hoell, Maggass, J.Berlik (je 2), Lorenz, Busley, Georg.

ETB III – MTG Horst III  34:22 (19:10). Tore ETB: Tore MTG: Schade (4), Hüweler, Feldhaus, Hoffmann (je 3), Paucker, Kaiser, Quinting (je 2), Stepping, Jacob, Bärenbrinker.

SG TuRa Altendorf II – ETB II  23:36 (9:13).

Frauen 

Regionalliga

SG Überruhr – TSV Bonn rrh. 21:23 (9:13). Erste Niederlage für die Damen der SG Überruhr, die für ihren starken Auftritt gegen den Tabellenführer nicht belohnt wurden. Trainerin Sonja Fischer, die ohne vier Stammspielerinnen auskommen musste, war vor allem mit dem Schiedsrichter-Duo nicht zufrieden: „Die Unparteiischen haben für Bonn 25 Prozent ausgemacht. Ich fühle nicht über 60 Minuten benachteiligt. Das ist auch festzumachen an den sieben Siebenmetern und den vier Zeitstrafen gegen uns. Dennoch haben wir in den ersten 30 Minuten eine überragende Leistung geboten und Bonn an die Wand gespielt. Unser taktisches Konzept ist zunächst voll aufgegangen. In der Schlussphase hat uns jedoch die Kraft gefehlt. Entscheidend waren die letzten zwölf Minuten, in den wir keinen Treffer mehr erzielen konnten. Auf dieser Leistung können wir jedoch in den nächsten Spielen aufbauen.“

Die SGÜ startete glänzend in das Spiel, ging durch Amelie Polutta und die Weisz-Schwestern Sinje und Ronja mit 3:0 in Führung und baute den Vorsprung auf 6:1 aus. Nach dem Wechsel wurde die Partie ausgeglichener. Bonn ging erstmals mit 17:16 (42.) in Führung, setzte sich nach dem 20:20 (50.) auf 22:20 auf und brachte den Zwei-Tore-Vorsprung ins Ziel.

Bender, Julia Sorg; Berens (7), Verhoeven, R. Weisz (5), Polutta (2), Freude (1), S. Weisz (4), Schmidt /1), Lammers, Bruns, Jacqueline Sorg (1).

Frauen

Verbandsliga

SG Überruhr III – TV Lobberich II  27:30 (15:15). Überruhr bleibt trotz der Niederlage auf Schlagdistanz zur Spitze in der Gruppe 1. Das ausgeglichene Spiel wurde erst in der Endphase entschieden. Nach dem 25:25 (50.) nutzte Lobberich einige technische Fehler der SGÜ-Damen und setzten sich mit einem 5:0-Lauf entscheidend ab. Tore: Spliethoff (9), Birkenstock, Krüger (je 4), Rosenberger, Scheffler (je 3), Aalbers, Bouiri (je 2).

Landesliga

SG Überruhr IV – SG Langenfeld 25:24 (11:12). Durch den Zittersieg führen die Überruhrer mit optimalen 12:0-Punkten weiter die Tabelle an. Tore: Tasche, Seidel (je 4), Meusch, Peter, Verhoeven (je 3),  Stempel, Landwehr, Simon, Birkenstock (je 2).

A-Jugend Bundesliga

Tusem – JSG NSM-Nettelstedt  25:23 (14:9). In wichtiger Etappensieg für den Essener Nachwuchs im Kampf um die direkte Qualifikation für die nächste Bundesliga. Durch den Erfolg gegen einen Mitkonkurrenten liegt das Team wieder auf Rang drei. Die Entscheidung fällt in der ausgeglichenen Gruppe Nord allerdings in den letzten zwei Top-Spielen der Hinrunde. Nach dem Auftritt am kommenden Samstag beim Spitzenreiter  TSV GWD Minden kommt der Tabellenfünfte THW Kiel am 17. November auf die Margarethenhöhe.

Entscheidend für die Sieg gegen die Ostwestfalen war für den Trainer Lars Brümmer die überzeugenden ersten 30 Minuten: „Wir haben eine starke erste Halbzeit mit vielen gut herausgespielten Chancen gespielt. Herausragend vor allem  Tobias Filthaut an seinem 18.  Geburtstag. Nach dem Wechsel haben wir nach der Sieben-Tore-Führung den Faden verloren. Überhastete Anspiele und nachlässige Deckungsaktionen brachten den Gegner wieder ins Spiel. Am Ende bringen wir den Vorsprung über die Zeit. Mit Hinblick auf die Ausfälle von Conrad Kluth und Küpper-Ventura sicherlich eine über weite Strecken ordentliche Leistung. Aber natürlich müssen wir die deutliche Führung souveräner über die Zeit bringen.“

Der Tusem ging durch Treffer von Hendrik Ingepass und Tobias Filthaut mit 2:0 in Führung und baute den Vorsprung auf 9:4 (16.) und 12:6 (22.) aus. Beim 20:14 (46.) kam Sand ins Essener Getriebe. Nettelstedt kämpfte sich auf 20:18 (50.) und 24:22 (59.)  heran. Das Tor von Nils Homscheid zum 25:22 machte den Erfolg endgültig perfekt.

Tusem: Lohe, Zwering; Homscheid (6), Reidegeld (3), Scholten, Neher (1), Hufschmidt, Ingenpass (5), Schenderlein (1), Büttner (5), Filthaut (1), Kraus (1), Haneke (2), Enigk.